|
Die Initiative ist seit 1997 in der Obdachlosenhilfe tätig und arbeitet erfolgreich mit Architekten, Sozialarbeitern und Rechtsanwälten zur Stärkung der Selbsthilfe. Ergänzend zu den vielfältigen Tätigkeiten soll das ehrenamtlich geleitete Mahlzeitenangebot durch eine Gemeinschaftsküche ausgedehnt werden, um unentgeltliche Mahlzeiten für die zahlreicher werdenden Obdachlosen in Köln zu ermöglichen. Das gemeinsam entwickelte Konzept der Initiative basiert auf einem ganzheitlichen Selbsthilfeansatz, mit den Zielen - Soziale Integration wohnungsloser Menschen
- Schaffung von preiswerten und umweltbewussten Wohnraum
- Ermöglichung von Beschäftigungsverhältnissen
- Beratung und Unterstützung im Rahmen der Wohn- und Lebenshilfe
Der Unterschied zu bisherigen Hilfeangeboten ist die Verbindung von Wohnen und Arbeiten an einem Ort. Mit den am Projekt Beteiligten wird eine Langzeitperspektive entwickelt. Das Ziel der Initiative ist die Integration wohnungsloser Menschen und wird durch bauen, wohnen und arbeiten, in Form eines Bauprojekts auf dem ehemaligen Kasernengelände Klerken in Köln Ossendorf umgesetzt. Durch die Finanzierung aus Mitteln des Bauministeriums für zukunftsweisende Bauvorhaben NRW, einem Bankdarlehen und einer Bürgschaft für dieses Darlehen der Wohnungsbauförderungsgesellschaft konnte das Gelände in den Besitz der Initiative Bauen Wohnen Arbeiten e.V. übergehen. Im Rahmen des Gesamtprojektes entstehen durch den Umbau des denkmalgeschützten Kasernengebäudes und die Errichtung eines Neubaus 46 Wohneinheiten – insgesamt wurden bereits 23 Wohneinheiten fertiggestellt und bezogen. Das zur Realisierung des Bauvorhabens vom Verein zu erbringende Eigenkapital wird in Form einer Eigenleistung seitens der hier Arbeitenden ehemals Wohnungslosen im vereinseigenen Betrieb erbracht. Am 13.05.2006 feierte die Initiative ihr 10-jähriges Bestehen mit einem tollen Nachbarschaftsfest. Für kulinarische Köstlichkeiten war ebenso gesorgt wie für ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Neben den Kindern vom Zirkus Wibbelstetz und Circus Radelito, der Kölner Berber Bühne traten Klaus der Geiger, der O-Ton-Chor, Günter Ottermeier an der Glasharfe und viele andere Musiker auf. Für die Bürgerstiftung gratulierte der Vorsitzende Dr. Ludwig Arentz dem Verein für seine positive Bilanz und zur erfolgreichen Eigeninitiative bei der Errichtung der Sozialwohnungen. Ganz besonders sind die Erfolge bei der Integration und Resozialisierung der beteiligten Personen zu sehen. Die Bürgerstiftung Köln hat im Rahmen des Projektwettbewerbs mit Ihrem Anerkennungspreis die Einrichtung der Gemeinschaftsküche unterstützt. Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wichtig für das weitere Gelingen für den Verein Bauen Wohnen Arbeiten. e. V. Das Projekt findet man auch auf der Webseite: www.bauenwohnenarbeiten.de |